Erntedatum berechnen

Startdatum eintragen, Phasenlängen anpassen — und du siehst, wann geschnitten wird und wann die Ernte fertig im Glas liegt. Kostenlos, ohne Anmeldung.

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Die Blütezeit steht auf der Samenverpackung — sie ist der zuverlässigste Wert hier. Die Vegetationszeit bestimmst du selbst; sie entscheidet über die Größe der Pflanze. Bei Autoflower gibt es keine frei wählbare Vegetation: Dort nennt der Züchter eine Gesamtzeit ab Keimung.

    Typische Zeitpläne von der Keimung bis zum fertigen Glas
    Anbauart Vegetation Blüte Gesamt
    Autoflower 3 Wochen 7 Wochen 89 Tage 12,7 Wochen
    Photoperiodisch (Hybrid) 6 Wochen 9 Wochen 127 Tage 18,1 Wochen
    Sativa-lastig, lange Blüte 8 Wochen 11 Wochen 157 Tage 22,4 Wochen

    Jeweils inklusive 12 bis 14 Tagen Trocknung. Die Werte sind Anhaltspunkte — die Blütezeit deiner Sorte steht auf der Verpackung und schlägt jede Tabelle.

    Die Rechner liefern Orientierungswerte zur eigenen Einschätzung. Sie ersetzen keine Messung vor Ort und keine fachliche Beratung — Angaben ohne Gewähr.

    Wie sich das Erntedatum ergibt

    Die Rechnung ist einfache Datumsarithmetik: Startdatum + Keimung + Vegetation + Blüte. Das Ergebnis ist der Tag, an dem geschnitten wird. Wer die Trocknung dazunimmt, bekommt den Tag, an dem die Ernte tatsächlich fertig ist — und das sind noch einmal zehn bis vierzehn Tage.

    Der verlässlichste Wert in dieser Kette ist die Blütezeit: Sie steht auf der Samenverpackung und ist sortenabhängig ziemlich stabil. Die Vegetationszeit dagegen bestimmst du selbst — sie ist die Stellschraube für die Größe der Pflanze und damit für den Platzbedarf.

    Die Keimung samt Sämlingsphase dauert etwa sieben bis vierzehn Tage. Diese Spanne fällt bei einem Durchgang von vier Monaten kaum ins Gewicht, gehört aber in die Rechnung, wenn man ab Samen plant und nicht ab Umtopfen.

    Warum die Trocknung dazugehört

    Die meisten Planer hören beim Schnitt auf. Das ist verständlich, weil der Erntetag der aufregendere ist — aber es beantwortet die falsche Frage. Zwischen Schnitt und fertigem Glas liegen zehn bis vierzehn Tage.

    Und diese Zeit ist keine Wartezeit, sondern Arbeit: Die Blüten hängen bei etwa 18 bis 20 °C und 55 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit, brauchen Luftbewegung ohne direkten Zug und werden täglich kontrolliert. Wer zu schnell trocknet, verliert Aroma und Gewicht; wer zu feucht einlagert, riskiert Schimmel im Glas.

    Für die Planung heißt das ganz praktisch: Wenn du zu einem bestimmten Termin fertig sein willst, rechne rückwärts vom Fertig-Datum, nicht vom Erntetag. Zwei Wochen Unterschied sind der Grund, warum viele beim ersten Grow überrascht sind.

    Nach dem Trocknen folgt das Curing in verschlossenen Gläsern — vier Wochen bringen deutlich mehr Aroma, ab zwei Wochen ist der Unterschied schon spürbar. Das steht bewusst nicht im Rechner: Curing ist keine feste Dauer, sondern läuft weiter, solange man es aushält.

    Autoflower planen

    Bei automatisch blühenden Sorten funktioniert der Plan anders: Sie blühen zeitgesteuert, nicht lichtgesteuert. Es gibt also keine Vegetationsphase, die man frei verlängern kann — die Pflanze fängt an zu blühen, wenn sie so weit ist, egal was die Zeitschaltuhr sagt.

    Züchter geben deshalb eine Gesamtzeit ab Keimung an, meist neun bis elf Wochen. Für den Rechner teilst du diese Zeit auf: etwa drei Wochen Vegetation und den Rest als Blüte. Das Ergebnis stimmt, auch wenn die Phasengrenze in Wirklichkeit fließend ist.

    Ein praktischer Vorteil: Weil die Vegetation nicht verlängert werden kann, ist der Zeitplan bei Autoflower deutlich verlässlicher. Ein photoperiodischer Grow kann sich um Wochen verschieben, wenn man die Pflanzen länger wachsen lässt — eine Autoflower nicht.

    Was den Zeitplan verschiebt

    Die Blütezeit ist eine Angabe, kein Versprechen. Wie viel am Ende dabei herauskommt, schätzt der Ernteertrag-Rechner. Die meisten Sorten brauchen ein bis zwei Wochen länger als auf der Packung steht, besonders wenn das Klima nicht optimal ist. Plane lieber mit dem oberen Ende der Angabe.

    Der Erntezeitpunkt ist eine Entscheidung, kein Datum. Reif ist die Pflanze, wenn die Trichome milchig sind — das prüft man mit einer Lupe, nicht mit dem Kalender. Wer eine Woche früher erntet, bekommt ein anderes Wirkprofil, nicht einfach weniger.

    Stress verlängert. Ein Umtopfen kurz vor der Blüte, eine Hitzeperiode oder starkes Entlauben kosten Tage bis Wochen. Der Zeitplan ist deshalb ein Rahmen zum Vorausdenken — Material bestellen, Urlaub legen, den nächsten Durchgang vorbereiten — und keine Terminzusage.

    Deshalb lohnt es sich, den tatsächlichen Verlauf mitzuschreiben. Nach zwei Durchgängen weißt du, ob deine Lieblingssorte die angegebenen neun Wochen einhält oder regelmäßig zehn braucht — und planst beim dritten Mal richtig.

    Häufige Fragen

    Häufige Fragen zur Grow-Planung

    Wie berechne ich mein Erntedatum?

    Startdatum plus Keimung (etwa 7 bis 14 Tage), plus Vegetationszeit, plus Blütezeit. Die Blütezeit steht auf der Samenverpackung und ist der verlässlichste Wert. Für den Tag, an dem die Ernte wirklich fertig ist, kommen noch 10 bis 14 Tage Trocknung dazu.

    Wie lange dauert ein Grow insgesamt?

    Bei einer photoperiodischen Hybridsorte mit 6 Wochen Vegetation und 9 Wochen Blüte sind es rund 115 Tage bis zum Schnitt und etwa 127 Tage bis zum fertigen Glas — also gut vier Monate. Autoflower sind mit rund 90 Tagen schneller, sativa-lastige Sorten brauchen bis zu 150.

    Wie lange muss Cannabis trocknen?

    Zehn bis vierzehn Tage bei etwa 18 bis 20 °C und 55 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit. Schnelleres Trocknen kostet Aroma und Gewicht, zu feuchtes Einlagern führt zu Schimmel. Danach folgt das Curing im Glas, das mit vier Wochen deutlich mehr bringt als mit einer.

    Wie plane ich einen Autoflower-Grow?

    Autoflower blühen zeitgesteuert, nicht lichtgesteuert — eine frei wählbare Vegetationsphase gibt es nicht. Der Züchter nennt eine Gesamtzeit ab Keimung, meist 9 bis 11 Wochen. Im Rechner teilst du sie auf: rund 3 Wochen Vegetation, den Rest als Blüte.

    Woran erkenne ich, dass die Pflanze wirklich erntereif ist?

    An den Trichomen, nicht am Kalender. Sind sie überwiegend milchig-trüb, ist der übliche Erntezeitpunkt erreicht; mehr bernsteinfarbene Trichome ergeben ein anderes Wirkprofil. Eine Lupe oder ein Taschenmikroskop reicht dafür aus.

    Warum dauert meine Blüte länger als angegeben?

    Weil die Angabe des Züchters unter guten Bedingungen gemessen wurde. Ein bis zwei Wochen mehr sind normal, besonders bei Temperaturschwankungen, Lichtmangel oder Stress durch Umtopfen und starkes Entlauben. Plane deshalb mit dem oberen Ende der angegebenen Spanne.

    Kann ich mehrere Durchgänge hintereinander planen?

    Ja, und dafür ist die Trocknungszeit wichtig: Das Zelt wird erst frei, wenn geschnitten ist, aber die Trocknung braucht separaten Platz. Wer direkt nachlegen will, plant den nächsten Start auf den Erntetag — und braucht dann einen zweiten Ort zum Trocknen.

    Rechnet die CRIS-App genauso?

    Ja, mit derselben Aufteilung inklusive Trocknung. In der App liegt der Planer neben dem Grow-Tagebuch — und weil dort der tatsächliche Verlauf mitläuft, siehst du nach ein paar Durchgängen, ob deine Sorten die angegebene Blütezeit wirklich einhalten.

    Planen ist gut, mitschreiben ist besser

    In CRIS läuft neben dem Plan der echte Verlauf mit — Phasenwechsel, Blütewochen, Erntetag. Nach zwei Durchgängen planst du mit deinen eigenen Zahlen statt mit Richtwerten. Offline, ohne Konto.

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