Lampe, Abluft und was sonst noch läuft — hier siehst du, was ein Durchgang an Strom kostet. Kostenlos, ohne Anmeldung.
Entscheidend ist die tatsächliche Leistungsaufnahme, nicht die Zahl im Produktnamen. Eine Lampe, die als „600 W" verkauft wird, zieht oft nur 100 bis 150 Watt — nachzulesen im Datenblatt oder mit einem Steckdosen-Messgerät. Den Strompreis findest du auf deiner Abrechnung.
| Aufbau | Lampe + Abluft | Strom pro Monat |
|---|---|---|
| Kleines Zelt (60 × 60) | 100 + 25 W | 25,20 € |
| Mittleres Zelt (80 × 80) | 240 + 40 W | 55,44 € |
| Großes Zelt (100 × 100) | 480 + 75 W | 109,62 € |
Gerechnet mit dem Strompreis, der oben voreingestellt ist, und einer dauerhaft laufenden Abluft. Mit deinem eigenen Preis wird es im Rechner genauer.
Die Rechner liefern Orientierungswerte zur eigenen Einschätzung. Sie ersetzen keine Messung vor Ort und keine fachliche Beratung — Angaben ohne Gewähr.
Die Rechnung ist einfacher, als viele erwarten: Leistung × Zeit × Preis. Aus Watt werden Kilowatt (also geteilt durch 1.000), multipliziert mit den Stunden pro Tag und den Tagen ergibt das die Kilowattstunden. Mal dem Preis je Kilowattstunde sind das die Kosten.
Ein Beispiel: Eine Lampe mit 600 Watt, 18 Stunden am Tag, 60 Tage lang. Das sind 0,6 kW × 18 h × 60 = 648 Kilowattstunden. Bei 0,35 € je Kilowattstunde macht das 226,80 € — nur für die Lampe.
Genau hier machen die meisten Überschläge halt, und genau da wird es ungenau. Deshalb hat der Rechner oben drei Zeilen: Die Abluft läuft rund um die Uhr, und auch wenn sie nur 40 Watt zieht, kommen über einen ganzen Durchgang spürbare Beträge zusammen.
Das ist der häufigste und teuerste Rechenfehler beim Grow: Viele LED-Lampen werden mit einer Wattzahl beworben, die sie nie ziehen. Eine als „600 W" verkaufte Leuchte hat oft eine tatsächliche Leistungsaufnahme von 100 bis 150 Watt. Die beworbene Zahl bezieht sich dann auf die Summe der verbauten Dioden bei theoretischer Maximallast oder auf die Leistung einer Natriumdampflampe, die sie ersetzen soll.
Für die Stromrechnung zählt allein, was aus der Steckdose fließt. Diese Zahl steht im Datenblatt, meist als „Power Draw", „Leistungsaufnahme" oder „actual power". Fehlt sie, ist ein Steckdosen-Energiemessgerät für unter zwanzig Euro die sicherste Antwort — und es misst gleich alle Geräte im Zelt mit.
Umgekehrt gilt: Wer mit der Werbezahl rechnet, überschätzt seine Kosten um ein Vielfaches. Wir haben schon Überschläge gesehen, die bei „600 W" landeten, wo real 130 Watt flossen — der Unterschied zwischen 227 € und 49 € über einen Durchgang.
Die Lampe ist der größte Posten, aber nicht der einzige. Diese Geräte werden am häufigsten vergessen:
Abluftventilator — 20 bis 100 Watt, und er läuft in der Regel 24 Stunden. Über einen 90-Tage-Durchgang sind das bei 40 Watt schon 86 Kilowattstunden — mehr als ein Fünftel dessen, was eine mittlere 240-Watt-Lampe im selben Zeitraum zieht.
Umluftventilatoren (5 bis 25 Watt je Stück, meist Dauerbetrieb), Luftbefeuchter (20 bis 40 Watt, getaktet), Luftentfeuchter (150 bis 300 Watt — der heimliche Spitzenreiter, besonders in der späten Blüte), Heizmatten (10 bis 50 Watt) und Wasserpumpen in Hydro-Systemen.
Für den Rechner oben genügt es, alles außer Lampe und Abluft in der dritten Zeile zusammenzufassen — addiere die Wattzahlen und trage die Stunden ein, die sie im Schnitt laufen. Wer es genauer will, rechnet die Geräte einzeln durch und notiert die Summe.
Ein Durchgang läuft nicht durchgehend mit denselben Stunden. In der Vegetation sind 18 Stunden Licht üblich, in der Blüte 12 — das ist ein Drittel weniger Lampenstrom pro Tag, bei gleicher Leuchte.
Wer es genau wissen will, rechnet zweimal: einmal die Veg-Wochen mit 18 Stunden, einmal die Blütewochen mit 12, und addiert. Bei 4 Wochen Vegetation und 9 Wochen Blüte mit einer 240-Watt-Lampe sind das 121 kWh plus 181 kWh, also rund 302 Kilowattstunden — gegenüber 393, wenn man durchgehend mit 18 Stunden rechnet. Ein Unterschied von etwa dreißig Euro.
Die Abluft bleibt in beiden Phasen gleich, weil sie ohnehin durchläuft. Bei Autoflower entfällt die Rechnung: Sie laufen meist von Anfang bis Ende mit 18 oder 20 Stunden.
Eine effizientere Lampe ist der größte Hebel, aber nur beim Neukauf. Der Vergleichswert heißt µmol/J (Photonen pro Joule) und steht in jedem ordentlichen Datenblatt. Wie viel Licht am Ende bei der Pflanze ankommt, zeigt der PPFD-DLI-Rechner. Moderne LEDs liegen bei 2,5 bis 3,0, ältere Modelle und Natriumdampflampen bei 1,5 bis 1,9. Bei gleichem Licht bedeutet das rund ein Drittel weniger Strom.
Die Abluft steuern statt durchlaufen lassen. Ein Regler, der nach Temperatur oder Luftfeuchtigkeit schaltet, spart oft die Hälfte der Lüfterlaufzeit — und hält das Klima nebenbei stabiler als ein Dauerbetrieb auf voller Stufe.
Die Fläche wirklich nutzen. Eine Lampe verbraucht gleich viel, ob darunter eine Pflanze steht oder vier. Wer seine Fläche gleichmäßig belegt und die Pflanzen in die Breite zieht (Training, Netz), senkt die Stromkosten je Gramm deutlich — ohne einen Cent zu investieren.
Nicht sinnvoll sparen lässt sich dagegen an der Beleuchtungsdauer in der Blüte: Die 12 Stunden steuern das Blühen und sind keine Stellschraube. Und wer die Lampe dimmt, senkt zwar den Verbrauch, aber eben auch den Ertrag — die Rechnung geht meist nicht auf.
Der Preis je Kilowattstunde ist die Zahl mit der größten Spannweite in dieser Rechnung — und die einzige, die du nicht beeinflussen kannst, indem du am Zelt etwas änderst. Zwischen einem günstigen Neukundentarif und der Grundversorgung liegt gut und gerne die Hälfte.
Deshalb ist die Voreinstellung im Rechner nur ein Platzhalter. Der Wert, der zählt, steht auf deiner eigenen Abrechnung — meist als „Arbeitspreis" in Cent je Kilowattstunde. Trag ihn ein, dann stimmt das Ergebnis für dich statt für einen statistischen Durchschnitt.
Nicht vergessen: Der Grundpreis deines Tarifs kommt monatlich obendrauf, unabhängig vom Verbrauch. Er gehört nicht in diese Rechnung, weil du ihn auch ohne Grow zahlst — für die Frage „was kostet mich dieser Durchgang zusätzlich" ist der Arbeitspreis der richtige Wert.
Die spannendere Kennzahl ist am Ende nicht der Monatsbetrag, sondern was ein Gramm gekostet hat. Dafür teilst du die Stromkosten des Durchgangs durch den Ertrag — und bekommst eine Zahl, die sich zwischen zwei Durchgängen ehrlich vergleichen lässt.
Ein Beispiel: 302 Kilowattstunden für 0,35 € sind 105,70 €. Bei 250 Gramm Ertrag entspricht das 0,42 € Stromkosten je Gramm. Wer beim nächsten Durchgang dieselbe Lampe besser ausnutzt und 320 Gramm erntet, liegt bei 0,33 € — ohne einen Cent weniger Strom verbraucht zu haben.
Genau dafür gibt es in der CRIS-App die Kostenübersicht: Strom, Erde, Dünger, Samen und Abschreibung landen dort automatisch beim richtigen Durchgang, und am Ende steht der Eigenpreis je Gramm. Der Rechner hier beantwortet die Frage vorab — die App beantwortet sie hinterher mit deinen echten Zahlen.
Watt geteilt durch 1.000, mal Stunden pro Tag, mal Tage — das ergibt die Kilowattstunden. Diese mal dem Preis je Kilowattstunde sind die Kosten. Beispiel: 600 Watt, 18 Stunden, 60 Tage = 648 kWh; bei 0,35 €/kWh sind das 226,80 €. Vergiss die Abluft nicht, sie läuft meist rund um die Uhr.
Das hängt vor allem an der Lampe. Ein kleines Zelt mit 100-Watt-Lampe und 25-Watt-Abluft liegt bei rund 25 € im Monat, ein mittleres mit 240 Watt bei etwa 55 €, ein großes mit 480 Watt bei etwa 110 € — jeweils bei 18 Stunden Licht und dem im Rechner voreingestellten Strompreis. In der Blüte mit 12 Stunden wird es entsprechend günstiger.
Weil die beworbene Zahl bei vielen Modellen nicht die Leistungsaufnahme ist, sondern die theoretische Summe der Dioden oder die Leistung der Lampe, die sie ersetzen soll. Real fließen oft nur 100 bis 150 Watt. Für die Stromkosten zählt ausschließlich der tatsächliche Verbrauch aus der Steckdose — er steht im Datenblatt oder lässt sich mit einem Steckdosen-Messgerät bestimmen.
Abluftventilator (20–100 W, meist Dauerbetrieb), Umluftventilatoren (5–25 W je Stück), Luftbefeuchter (20–40 W), Luftentfeuchter (150–300 W), Heizmatten (10–50 W) und Pumpen bei Hydro-Systemen. Der Entfeuchter wird am häufigsten unterschätzt — in der späten Blüte kann er die Lampe im Verbrauch einholen.
Für ein genaues Ergebnis ja, weil die Beleuchtungsdauer sich unterscheidet: 18 Stunden in der Vegetation, 12 in der Blüte. Rechne beide Abschnitte einzeln und addiere sie. Bei einem typischen Durchgang macht das rund ein Viertel Unterschied gegenüber einer Rechnung mit durchgehend 18 Stunden. Bei Autoflower entfällt die Trennung.
Beim Neukauf über die Effizienz der Lampe (µmol/J: moderne LEDs 2,5–3,0 gegenüber 1,5–1,9 bei älteren Modellen). Im laufenden Betrieb über eine geregelte statt dauerhaft laufende Abluft und über die volle Ausnutzung der Fläche — die Lampe verbraucht gleich viel, ob eine oder vier Pflanzen darunter stehen. Nicht sparen lässt sich an den 12 Stunden Blütelicht, sie steuern das Blühen.
Nein. Der Grundpreis fällt monatlich an, ob du anbaust oder nicht — für die Frage, was ein Durchgang zusätzlich kostet, ist allein der Arbeitspreis je Kilowattstunde richtig. Er steht auf deiner Abrechnung, meist in Cent je Kilowattstunde.
Ja, mit derselben Formel. In der App liegt der Rechner neben dem Grow-Tagebuch, und die Kostenübersicht führt Strom, Erde, Dünger, Samen und Abschreibung automatisch beim richtigen Durchgang zusammen — am Ende steht der Eigenpreis je Gramm.