Strom, Dünger, Erde, Samen und die Anschaffung — hier siehst du, was dich ein Gramm am Ende wirklich kostet. Kostenlos, ohne Anmeldung.
Kosten dieses Durchgangs
Anschaffung, auf mehrere Durchgänge verteilt
Was dabei herausgekommen ist
Entscheidend ist der Trockenertrag, nicht das Gewicht direkt nach dem Schnitt — dazwischen liegt Faktor vier bis fünf. Die Stromkosten für den Durchgang liefert der Stromkosten-Rechner. Unter „Anschaffung" gehört alles, was mehrere Durchgänge hält: Zelt, Lampe, Abluft, Töpfe, Messgeräte.
je Gramm, Anschaffung anteilig eingerechnet
| Aufbau | Ertrag | Gesamt | Je Gramm |
|---|---|---|---|
| Klein (100 W) | 90 g | 165,60 € | 1,84 € |
| Mittel (240 W) | 216 g | 316,32 € | 1,46 € |
| Groß (480 W) | 432 g | 578,86 € | 1,34 € |
Gerechnet mit 0,9 Gramm je Watt, dem im Stromkosten-Rechner voreingestellten Strompreis und einer Anschaffung, die über zehn Durchgänge hält. Je größer die Box, desto günstiger das Gramm — Anschaffung und Grundlast verteilen sich auf mehr Ertrag. Mit deinen eigenen Zahlen wird es im Rechner genauer.
Die Rechner liefern Orientierungswerte zur eigenen Einschätzung. Sie ersetzen keine Messung vor Ort und keine fachliche Beratung — Angaben ohne Gewähr.
Die meisten Überschläge zum Eigenanbau bleiben beim Strom stehen. Das ist der größte laufende Posten, aber er ist nur etwa die Hälfte der Rechnung. Vollständig sind es sechs: Strom, Dünger, Erde oder Substrat, Samen oder Stecklinge, Verbrauchsmaterial und die anteilige Anschaffung.
Zusammengezählt ergeben sie die Kosten eines Durchgangs. Geteilt durch den Trockenertrag ergeben sie die Zahl, um die es eigentlich geht: den Preis je Gramm. Erst diese Zahl lässt sich zwischen zwei Durchgängen ehrlich vergleichen — eine Gesamtsumme sagt für sich genommen nichts, solange der Ertrag daneben fehlt.
Ein mittleres Zelt mit 240-Watt-Lampe kommt über 90 Tage auf rund 166 € Strom, dazu etwa 100 € für Dünger, Erde, Samen und Kleinkram, plus 50 € anteilige Anschaffung. Das sind 316 € für einen Durchgang. Bei 216 Gramm Trockenertrag entspricht das 1,46 € je Gramm.
Hier gehen die meisten Rechnungen auseinander, und zwar in beide Richtungen. Die eine Hälfte schlägt Zelt, Lampe und Abluft komplett auf den ersten Durchgang — dann kostet das erste Gramm 3,55 € und der Eigenanbau sieht teuer aus. Die andere Hälfte lässt die Anschaffung ganz weg — dann sieht er billiger aus, als er ist.
Beides ist falsch, und die Lösung ist dieselbe, die jeder Betrieb für seine Maschinen anwendet: abschreiben. Die Anschaffung wird durch die Zahl der Durchgänge geteilt, die sie voraussichtlich hält. Ein Zelt für 500 €, das zehn Durchgänge übersteht, kostet den einzelnen Durchgang also 50 € — nicht 500 und nicht null.
Wie viele Durchgänge man ansetzt, ist eine ehrliche Schätzung, keine Wissenschaft. Zehn Durchgänge sind bei zwei bis drei Ernten im Jahr rund vier Jahre — für ein Zelt und einen Ventilator eher konservativ, für eine LED der unteren Preisklasse eher optimistisch. Wer unsicher ist, rechnet einmal mit fünf und einmal mit fünfzehn und sieht, wie stark es das Ergebnis überhaupt bewegt. Meist überraschend wenig.
Alle Aufmerksamkeit liegt auf den Kosten — dabei entscheidet der Nenner genauso stark über das Ergebnis. Und dort passiert der teuerste Fehler dieser Rechnung: Frischgewicht statt Trockengewicht.
Zwischen beiden liegt Faktor vier bis fünf. Wer 1.000 Gramm frisch geschnittenes Material wiegt und damit rechnet, kommt auf ein Fünftel des echten Preises je Gramm. Übrig bleiben nach dem Trocknen typischerweise 200 bis 250 Gramm. Wie viel es bei dir wird, rechnet der Ernteertrag-Rechner aus dem Nassgewicht aus.
Zweiter Punkt beim Nenner: Nur was du behältst, zählt. Blätter, die im Trimmen landen, und Material, das schimmelt, sind kein Ertrag. Die Zahl, die in den Rechner gehört, ist das, was nach dem Trocknen und Trimmen im Glas liegt.
Über einen Durchgang ist Strom in fast jedem Aufbau der größte Einzelposten, meist die Hälfte bis zwei Drittel der laufenden Kosten. Im Beispiel oben sind es 166 von 266 €.
Die Zahl steht nicht auf der Stromrechnung, sie muss gerechnet werden: Leistung mal Stunden mal Tage mal Preis, und zwar für Lampe und Abluft getrennt, weil die Abluft rund um die Uhr läuft. Das erledigt der Stromkosten-Rechner — sein Ergebnis gehört oben in das erste Feld.
Ein Hinweis, der hier Geld spart: Die Wattzahl auf der Verpackung ist bei LEDs selten die echte. Eine als „600 W" verkaufte Lampe zieht oft 100 bis 150 Watt. Wer mit der Werbezahl rechnet, überschätzt seine Stromkosten um ein Vielfaches — und damit auch den Preis je Gramm.
Dünger wird fast immer überschätzt. Die Flaschen sehen teuer aus, reichen aber weit: Ein Set für 40 bis 60 € deckt in der Regel mehrere Durchgänge ab, weil die Dosierung in Millilitern je Liter Gießwasser läuft. Für einen einzelnen Durchgang landet man meist bei 20 bis 40 €.
Erde ist ein Verbrauchsposten und fällt jedes Mal neu an, etwa 15 bis 30 € je Durchgang bei drei bis vier Pflanzen. Wer in Hydro anbaut, tauscht diesen Posten gegen Nährlösung und Substrat — die Größenordnung bleibt ähnlich.
Samen sind der Posten mit der größten Spannweite: von wenigen Euro bis über zwanzig Euro je Stück. Stecklinge aus einer eigenen Mutterpflanze kosten dagegen praktisch nichts außer etwas Strom und Zeit — sie sind der einzige Weg, diesen Posten dauerhaft auf nahe null zu bringen.
Unter Sonstiges gehört alles Kleinteilige, das sich sonst still verliert: Töpfe, Untersetzer, Vlies, pH-Tropfen und Kalibrierlösung, Ersatzfilter, Erntescheren. Einzeln unauffällig, zusammen 10 bis 30 € je Durchgang.
Die Tabelle oben zeigt einen Zusammenhang, der auf den ersten Blick gegen die Intuition läuft: Je größer der Aufbau, desto günstiger das Gramm. Klein liegt bei 1,84 €, mittel bei 1,46 €, groß bei 1,34 € — obwohl die Gesamtsumme sich mehr als verdreifacht.
Der Grund sind die Posten, die nicht mit der Größe mitwachsen. Ein Abluftventilator zieht in einem kleinen Zelt fast dasselbe wie in einem großen. Die Anschaffung eines Zelts steigt nicht proportional zur Fläche. Und die Zeit, die ein Durchgang dauert, ist ohnehin gleich. Diese Fixkosten verteilen sich auf mehr Ertrag — genau das senkt den Preis je Gramm.
Daraus folgt aber nicht, dass größer immer besser ist. Der Effekt greift nur, wenn die Fläche auch wirklich gefüllt wird. Eine 480-Watt-Lampe über zwei Pflanzen verbraucht denselben Strom wie über sechs und liefert einen Bruchteil des Ertrags — dann kippt die Rechnung ins Gegenteil. Die Fläche auszunutzen ist der stärkste Hebel auf den Preis je Gramm, und er kostet keinen Cent.
Vor dem ersten Durchgang ist jede Kostenrechnung eine Schätzung — die Erträge kennt man noch nicht, den eigenen Verbrauch auch nicht. Der Rechner oben beantwortet die Frage vorab und gut genug für eine Entscheidung.
Ehrlich wird sie erst, wenn echte Zahlen dahinterstehen. Und dafür muss jemand mitschreiben: welcher Einkauf zu welchem Durchgang gehörte, wie viel Strom in welchem Zeitraum floss, was am Ende trocken übrig blieb. Von Hand ist das mühsam, und genau deshalb macht es kaum jemand — die Zahl, die alle interessiert, ist die, die niemand erhebt.
In der CRIS-App läuft das nebenbei mit: Einkäufe landen beim richtigen Durchgang, das Düngeschema rechnet den Verbrauch mit, die Abschreibung des Zeltes wird zeitanteilig verteilt, und die Ernte steht ohnehin im Tagebuch. Am Ende zeigt die Kostenübersicht den Eigenpreis je Gramm — und die Auswertung zeigt, ob der nächste Durchgang günstiger war als der letzte.
In einem mittleren Zelt mit 240-Watt-Lampe liegt der Preis bei rund 1,46 € je Gramm, wenn die Anschaffung anteilig mitgerechnet wird. Ein kleines Zelt kommt eher auf 1,84 €, ein großes auf 1,34 €. Die Spanne entsteht vor allem durch den Ertrag und den Strompreis — mit den eigenen Zahlen im Rechner oben wird es genau.
Ja, aber anteilig. Die Anschaffung komplett auf den ersten Durchgang zu schlagen, macht das erste Gramm künstlich teuer; sie ganz wegzulassen, schönt die Zahl. Richtig ist, sie durch die Zahl der Durchgänge zu teilen, die sie hält — ein Zelt für 500 € über zehn Durchgänge kostet den einzelnen Durchgang also 50 €.
Zehn Durchgänge sind ein brauchbarer Startwert, bei zwei bis drei Ernten im Jahr also rund vier Jahre. Für Zelt, Töpfe und Ventilator ist das eher vorsichtig, für eine günstige LED eher optimistisch. Wer unsicher ist, rechnet einmal mit fünf und einmal mit fünfzehn Durchgängen — der Unterschied im Preis je Gramm ist meist kleiner als erwartet.
Ausschließlich mit dem Trockengewicht. Zwischen beiden liegt Faktor vier bis fünf: Aus 1.000 Gramm frisch geschnittenem Material werden typischerweise 200 bis 250 Gramm trocken. Wer das Nassgewicht einsetzt, erhält ein Fünftel des echten Preises je Gramm.
Die Abluft, weil sie rund um die Uhr läuft und trotzdem klein wirkt. Das Verbrauchsmaterial — Töpfe, Vlies, pH-Tropfen, Kalibrierlösung, Ersatzfilter —, weil es in vielen kleinen Beträgen anfällt. Und die Anschaffung, weil sie im laufenden Durchgang nicht spürbar ist.
Weil in ihm die gesamte Anschaffung steckt und noch kein Ertrag daneben steht. Rechnet man Zelt, Lampe und Abluft komplett auf den ersten Durchgang, landet man leicht bei 3,55 € je Gramm statt bei 1,46 €. Ab dem zweiten Durchgang fallen nur noch die laufenden Kosten an — im Beispiel oben 1,23 € je Gramm.
Über den Ertrag, nicht über die Kosten. Die Fläche unter der Lampe voll auszunutzen, kostet nichts und wirkt sofort: Dieselbe Lampe verbraucht gleich viel, ob zwei oder sechs Pflanzen darunter stehen. Danach kommen eine effizientere Lampe beim Neukauf, eine geregelte statt dauerhaft laufende Abluft und Stecklinge statt gekaufter Samen.
Ja, mit denselben sechs Posten. Der Unterschied ist die Herkunft der Zahlen: In der App kommen sie aus den erfassten Einkäufen, dem Düngeschema, der zeitanteiligen Abschreibung des Bereichs und der eingetragenen Ernte — statt aus einer Schätzung. Der Rechner hier beantwortet die Frage vorab, die App hinterher mit deinen echten Zahlen.
In der CRIS-App landen Einkäufe, Strom, Dünger und die anteilige Abschreibung automatisch beim richtigen Durchgang — am Ende steht, was dich ein Gramm wirklich gekostet hat, und die Auswertung zeigt, ob der letzte Durchgang günstiger war als der davor. Offline, ohne Konto.